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Éric Moussambani
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Éric Moussambani (* 31. Mai 1978), auch bekannt unter seinen Spitznamen Eric, der Aal und Eric, der Schwimmer, ist ein Schwimmer aus Äquatorialguinea.
Moussambani erregte während der Olympischen Spiele 2000 in Sydney Aufsehen, als er die 100 m Freistil in der Zeit von 112,72 Sekunden schwamm, etwas mehr als 64 Sekunden über dem aktuellen Weltrekord und sieben Sekunden über dem Weltrekord über 200 m. Er hatte sein Startrecht bei den Olympischen Spielen über eine Wildcard des Internationalen Olympischen Komitees erhalten, mit der Sportler aus kleineren Sportnationen eine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten sollten, ohne die Qualifikationsnormen erfüllen zu müssen. Im Vorlauf musste Moussambani gegen zwei andere Schwimmer antreten. Als diese wegen Fehlstarts disqualifiziert wurden, bestritt Moussambani seinen Vorlauf alleine und gewann ihn. Allerdings reichte seine erschwommene Zeit nicht zum Weiterkommen. Im Schlussteil des Rennens kämpfte sich Moussambani in etwas mehr als der doppelten Weltrekordzeit über die Strecke. Nach dem Rennen sagte er, die letzten 15 Meter seien für ihn recht schwierig gewesen.
Moussambani hatte erst acht Monate vor den Olympischen Spielen mit dem Schwimmen begonnen. Bevor er nach Sydney kam, hatte er noch nie ein 50-
Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde Moussambani wegen Visa-
Einzelnachweise
1. Wie "Eric, der Aal" die Welt begeisterte, Spiegel-
Abgerufen am 14. August 2008.
2. The Sydney Morning Herald: Struggling to keep himself afloat, 6. August 2004 (Englisch).
Abgerufen am 14. August 2008.
3. BBC Sport online: Eric 'the Eel' misses games, 9. August 2004 (Englisch).
Abgerufen am 14. August 2008.
"ERIC, THE EEL"
Tricksen bei Olympia
Er war der Star im Schwimmstadion von Sydney: Eric Moussambani, Schwimmexot aus Afrika, der bei seinem Einsatz am Dienstag fast ertrunken wäre. Um bei Olympia dabei zu sein, hat er bei den Angaben seiner Bestzeit etwas geschummelt. Zur Freude aller Beteiligten.
Platz da für den Aal: Eric Moussambani beim Startsprung
Erinnern Sie sich noch an Eddie the Eagle? Er war Engländer, trug Brillengläser, so dick wie der Boden einer ordentlichen Sprudelwasserflasche, und er war der Meinung von Skischanzen herunterspringen zu müssen. Es war mehr ein Hopsen als ein Fliegen. Und genau das machte ihn berühmt.
Es gibt einen neuen Eddie the Eagle. Er heißt Eric Moussambani. "The Australian", die große Tageszeitung, hat schon einen Spitznamen für ihn erfunden: "Eric, the Eel" -
Eric, 22, kommt aus Äquatorial Guinea, das liegt irgendwo im Westen Africas und war früher eine spanische Kolonie. Schwimmen hat Eric angeblich im Januar gelernt. Und wer ihn im Aquatic Centre planschen sah, glaubt das sofort: Er schwamm die 100 Meter Freistil in 1:52, 72 Minuten. Der Weltrekord des Australier Michael Klim steht bei 48,18 Sekunden.
Es gibt viele Schwimmer auf der Welt, die knapp über 50 Sekunden für die Distanz benötigen und von denen nie jemand Notiz nehmen wird. Eric brauchte eine Minute länger und ist jetzt ein Star. Frenetisch wurde er in der Halle angefeuert, als er auf dem Weg ins Ziel schier abzusaufen drohte. Am Ende verdiente er sich eine Standing Ovation.
Eric, der für sein Land bei der Eröffnungsfeier die Fahne getragen hat, ist Meister seines Landes, trainiert in einem 20 Meter langen Hotelpool und hatte als Bestzeit 1:09 Minuten angegeben. 1:10 war die vom IOC geforderte Qualifikationszeit.
Eric hat ohne Zweifel geschwindelt, um bei Olympia dabei zu sein. Angesichts der neusten Dopingbetrügereien eine sympathische Lüge.
Quelle: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,94196,00.html
[Stand: 15.05.2009]